Brückenjahr

Eine große Veränderung stellt für jedes Elementarkind der Wechsel in die Schule dar. Die Stiftung Kindergärten Finkenau beteiligt sich an der Qualitätsinitiative Kita Brückenjahr, um den wichtigen Übergang von der Kita in die Schule vorzubereiten und professionell zu begleiten.

In Hamburg haben Eltern die Wahl, ob ihr Kind im letzten Jahr vor der Einschulung weiterhin die Kita besucht oder in die Vorschule kommt. Die Eltern stehen hier vor einer großen Herausforderung, die häufig zu Verunsicherung führt: Versäumt mein Kind etwas, wenn es in der Kita bleibt? Könnte es Nachteile gegenüber den anderen für mein Kind geben? …

  • Unsere Abschlusspräsentation der Brückenjahrgruppen: 2015

10 gute Gründe für das Kita Brückenjahr

  • Vielfältige Bildungsangebote – hier wird das breite Spektrum an Bildungsbereichen von allen Pädagoginnen der Einrichtung umgesetzt. Bewegungsangebote haben weiterhin einen hohen Stellenwert. Die individuellen Interessen und Begabungen aller Kinder werden gefördert.
  • Sprachförderung – Sprachförderung ist ein zentrales Anliegen, dies kann in speziellen Sprachfördereinheiten (interne o. externe Sprachförderkraft), sowie in alltäglichen Sprachsituationen geschehen.
  • Personalschlüssel – im Vergleich zur VSK ist dieser in der Regel besser. So ergeben sich in der Folge mehr Möglichkeiten für Ausflüge und Erkundungsgänge im Stadtteil. Alle Pädagoginnen der Einrichtung stehen mit ihren Schwerpunkten für Projekte zur Verfügung, zusätzlich kommen teilweise Logopädinnen und weitere Therapeutinnen direkt in die Einrichtung.
  • Vereinbarkeit von Familie und Beruf – wir bieten unterstützende Betreuung mit Früh- und Spätdienst aus einer Hand, bei flexiblen Betreuungszeiten (Urlaube).
  • Gesundes Essen / Gemeinsames Essen – wir bieten weitestgehend Lebensmittel in Bio-Qualität sowie Vollwertprodukte an. Die Kinder nehmen am gemeinsamen Frühstück und Mittagessen teil und erhalten Getränke und Obst.
  • Anregend gestaltete Innen- und Außenräume – unsere Kitas sind pädagogisch gestaltete »Orte für Kinder«.
  • Kein Lernen im 45-Minuten-Takt – wir orientieren uns an den Hamburger Bildungsempfehlungen für vorschulisches Lernen; dabei haben wir die Freiheit, strukturierte Lernformen mit spielerischen, bewegungsorientierten und v. a. selbstbestimmten Lernformen abzuwechseln. Darüber hinaus profitieren unsere Brückenjahr-Kinder von allen anderen Aktivitäten in der Kita. Sie entwickeln soziale Kompetenzen, die für einen erfolgreichen späteren Schulbesuch entscheidend sind (vor einer Gruppe sprechen, abwechseln, bis man an der Reihe ist, Interessen einbringen, Konflikte regeln, Enttäuschungen erleben etc.)
  • Lernen im vertrauten Rahmen – die Anwesenheit vertrauter Personen und einer bekannten Umgebung unterstützt die Kinder im Wahrnehmen von Lerngelegenheiten und stärkt sie in ihrer Persönlichkeitsentwicklung.
  • Statuswechsel »Ich bin jetzt groß« – die Kinder lernen in altersgemischten Gruppen, sie sind jetzt die »Großen« (und nur hier), sie sind Vorbild für die Jüngeren und übernehmen Verantwortung (Patenschaften).
  • Elternberatung und Entwicklungsbeobachtung – die Eltern werden vor jedem neuen Brückenjahr zu einem Elternabend eingeladen. Die Entwicklung ihrer Kinder wird sorgfältig dokumentiert und die Entwicklungsgespräche finden auf Basis von standardisierten Kompetenz-Einschätzbögen (KEKS) statt und anhand der Bildungs- und Lerngeschichten. So haben alle Erwachsenen Informationen über die Ressourcen, Fähigkeiten und Fertigkeiten des jeweiligen Kindes.

[entnommen, zusammengefasst & ergänzt: Bausteine für das Kita-Brückenjahr]

Wir haben uns verpflichtet, den Kindern in der Schule einen guten Anfang als Erstklässler zu ermöglichen. Neben unserem Grundsatz: – Forschen und Lernen beginnt, sobald die Kinder in eine unserer Krippen bzw. Kitas kommen – wollen wir dem besonderen Entwicklungssprung der Kinder im letzten Jahr vor der Schule Rechnung tragen. Hier ist es v. a. wichtig, die Kinder über längere Zeit ihre eigenen Projekte entwickeln zu lassen, sowie auch gemeinsam mit anderen größere Vorhaben umzusetzen. Dies ermöglicht den Kindern, sich selbst und ihr Können einschätzen zu lernen. Dann wieder geben die Pädagoginnen Themen oder Aufgaben vor; diese dienen dazu, die Kinder in Hinblick auf Situationen in der Schule zu stärken.

Aktionen der Brückenjahr-Kinder

»Der König der Löwen« in der Flohkiste

Hamburg, 29.10.2014

Die Brückenjahr-Kinder der Kita Flohkiste I und Flohkiste II machen in diesem Jahr dem Hamburger Musical Konkurrenz und führen ihre eigene Version vom »König der Löwen« auf. Zusammen mit Schülern der FSP1 (Fachschule für Sozialpädagogik in der Wagnerstraße) erarbeiteten sie gerade eine gekürzte Version des Stücks. Angefangen haben sie damit, sich mit den unterschiedlichen Rollen und Tieren bekannt zu machen. Es gibt neben Simba und seiner Familie auch den bösen Scar, der König werden will, Timon und Pumba, die Simba auf seinem Weg helfen, den Pavian Rafiki und Zaza, den Vogel. Aber wie bewegt sich ein Löwe eigentlich? Oder ein Warzenschwein? Das haben unsere Weltentdecker erst einmal ausprobiert. Danach ging es los mit der ersten Szene – ein Tanz zu „Hakuna Matata“. Gar nicht so einfach, sich die ganzen Bewegungen zu merken und dann auch noch im Takt und synchron zu bleiben. Aber mit ein bisschen Übung und Anleitung haben es dann alle gut geschafft und sind gespannt, was noch alles auf sie zukommt. Geplant sind noch weitere Tänze, Bewegungsspiele, Theatereinlagen und Lieder, die die Geschichte von Simba und seinen Freunden erzählen. Auch das Bühnenbild und die Kostüme werden die Kinder selber entwickeln, bevor sie sich zur Generalprobe in der Wagnerstraße treffen. Am 15. Dezember ist dann der große Tag der Uraufführung – das wird bestimmt aufregend

Die Radiergummikinder stechen in See

Hamburg, 27.10.2014

Fast schon Tradition haben die Kanuausfahrten der Brückenjahrkinder aus der Kita Eulennest. Für die diesjährige Vorschulgruppe war es allerdings die erste Ausfahrt auf dem ungewohnten Terrain, dementsprechend wurde bereits einige Wochen zuvor mit den Vorbereitungen begonnen. Zunächst galt es gemeinsam Regeln zum Fortbewegungsmittel: »Kanu« zu erarbeiten. Im Plenum wurden viele Vorschläge gesammelt und mit Zeichnungen unterlegt. Nachdem das Regelwerk feststand, ging es in den praktischen Teil über. Es standen die ersten Trockenübungen an. Die Kinder funktionierten kurzerhand Tische in Kanus um und probierten ihre ersten Paddelschläge. Die Frage der Paddeltechnik schlug schnell hohe Wellen. Sollte von oben nach unten, von links nach rechts oder doch im Kreis gepaddelt werden fragten sich die Vorschulkinder. Nach einer intensiven Beratung wurde beschlossen: beim Vorwärtsfahren das Paddel möglichst weit oben ins Wasser zu stechen und mit einer kräftigen Bewegung zum Körper, durchs Wasser gleiten zu lassen. Nach dieser Übungseinheit waren alle ganz gespannt darauf, wie sich die Trockenübungen auf dem Wasser umsetzen lassen.

Mitte Oktober war es dann endlich soweit. Die Kanus der Stiftung Kindergärten Finkenau wurden aus dem Bootshaus am Poßmoorweg zu Wasser gelassen. Doch bevor es nun endlich losgehen konnte, wurden natürlich erst einmal die Schwimmwesten angelegt und ein obligatorisches Gruppenfoto von den Matrosen geschossen. Die Kinder verteilten sich auf drei Kanus mit jeweils einem Pädagogen an Bord. Schon nach wenigen Metern wurden die Paddelschläge sicherer und die Boote glitten geschmeidig durch die Alsterkanäle. Im Handumdrehen war der Stadtparksee erreicht und es konnte ein echtes Bootspicknick beginnen. Die Crew stärkte sich mit Wasser und Keksen und genoss die ungewöhnliche Aussicht. Auf dem Heimweg waren dann noch einige Schwäne und Enten aus nächster Nähe zu bewundern. Wieder trocken und zufrieden angekommen wurden nun noch die Boote gereinigt und wieder verstaut. Alle Kinder und Pädagogen waren sich einig, dass es eine gelungene Ausfahrt war, und freuen sich bereits jetzt auf die nächste Kanutour im Frühling!