Frühförderung

Kinder mit Frühförderbedarf nach §26 KibeG

Ein Großteil unserer Einrichtungen bietet Frühförderplätze an – . Inklusion in der Arbeit mit Kindern mit Behinderungen ist stark geprägt durch das System der Eingliederungshilfe, welche bislang maßgeblich defizitorientiert arbeitet – ich benötige Fördermittel und muss deshalb genau schauen, was das Kind alles nicht kann.

Wir als Träger sind bereits seit einigen Jahren aktiv dabei, auf die Ressourcen der Kinder zu schauen. Wir handeln nach dem Prinzip »Stärken stärken, um die Schwächen zu schwächen«. Mit der Veränderung durch die Aufnahme der UN-Richtlinien zur Inklusion hat sich nun die Perspektive auf dem Papier verändert:

Das Konzept der »integrativen« Erziehung fand sich transnational sowie in den UN-Standards zur Gleichberechtigung Behinderter und in der UN-Konvention über die Rechte des Kindes. Hier fand ein Wandel statt hin zum Konzept der Inklusion. Seit 2012 sind die UN-Standards auch in Hamburg in die entsprechenden Unterlagen eingebracht worden.

Hier wurde ein Perspektivwechsel vollzogen, um den wir uns immer bemüht haben. So meint Inklusion die Haltung der Gemeinschaft gegenüber allen Kindern, die besondere Möglichkeiten benötigen, sei es einen Rollstuhl, Sprachförderung, Hilfe im Deutschen oder Rechenaufgaben mit vier Jahren. Die Stiftung Kindergärten Finkenau hat von Beginn an Kinder mit Beeinträchtigungen inklusiv betreut. Eine Ausgrenzung in Sondereinrichtungen hielten wir nicht für angemessen.

Eingliederungshilfe

  • Aufgrund der vorliegenden Befunde und Empfehlungen der Therapeuten werden die Kinder in Kleingruppen gezielt gefördert und in der Gesamtgruppe unterstützt.
  • Bedarfsbezogene therapeutische Angebote in den Räumen der Kita (Logopädie, Ergotherapie, Physiotherapie etc.)
  • Heilpädagogische Förderung
  • Genaue Beobachtung des Kindes
  • Genaue Dokumentation mit den interdisziplinären Förder- und Behandlungsplänen der BASFI sowie den Bildungs- und Lerngeschichten
  • Regelmäßiger Austausch im Team, mit Eltern und den externen Therapeuten
  • Eine enge Zusammenarbeit mit dem Frühförderzentrum Haus Mignon im Rahmen eines Kooperationsvertrages

Kinder mit besonderen Talenten

Kinder, die sich besonders früh und sehr intensiv für eine bestimmte Materie wie Musik oder Kunst, Zahlen, Bewegung oder Sprache interessieren, werden in der öffentlichen Erziehung häufig abschätzig behandelt und als »Neunmalkluge«, »Besserwisser« oder »Altkluge« bezeichnet. Sie gehen mit ihren Fragen »auf die Nerven« oder man empfindet sie als »Quälgeister«, die keine Minute Ruhe geben.

Wir wollen das Faszinierende und Bereichernde dieser Kinder beachten und dementsprechend fördern. Die Eigenwilligkeit ihrer Gedanken, der Wunsch, selbst zu Lösungen zu gelangen und die Originalität ihrer Strategien zu bewahren und sie darin zu bestärken, muss neben anderen ein Ziel in der Arbeit mit diesen Kindern sein.